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Namibia

Kolonialspurensuche 

Anfang Dezember war es soweit, mit dem Zug nach Frankfurt, mit der South Afrikan Airways nach Johannnesburg, um von dort aus nach Windkoek zu fliegen.

Dann wird das europäische Leben für 2 Wochen verlassen, denn ich (Bruno) reise weiter mit Walter,Marion, den Hunden Wiskey und Eros in ihrem LKW nach Kapstadt!

Nicht mit dem Motorrad sondern mit dem LKW, was für ein Abenteuer!!

Nach 16 Stunden Transferzeit und angenehmen Flügen holen mich Walter und Marion freudestrahlend von Flughafen ab.Namibia

Der LKW hat etwas Erhabenes. Über 200PS, Allrad, 10 Liter Hubraum und einem Campingkoffer vom Feinsten, so steht er unwirklich vor mir am Flughafen.

Nach einigen Kilometern aus Windhoek heraus, wandeln sich die Strassen in Schotterpisten -- den Gravelroads .

Unzählige Strassenkilometer werden das ganze Jahr über von Strassentrupps instandgehalten und die Spurrillen der LKW immer wieder zusammengeschoben und geglättet.

Der Stassenverkehr ist spärlich und kaum ein Auto kreuzt unseren Weg in den Süden.

Übernachtet wird in der Pampa, oft verlassen wir die Weg um ungesehen in der Wildnis unser Camp aufzuschlagen. Der LKW verfügt über eine Außendusche und es gibt nichts schöners als im Sonnenuntergang in der Wildnis zu duschen, was für ein herrliches Leben.

Leider haben wir nicht immer Glück mit den Rastplätzen, oft treffen wir auf Ranger die das Campen in der Wildnis nicht gerne sehen, man soll doch liebe die Campingplätze nutzen. Häufig sind die Flächen eingezäunt und es ist schwer mit dem LKW die Piste zu verlassen.

Über verschiedenste Passstrassen schrauben wir uns Richtung Namib.

NamibiaNamibia 

 

Im Sossusvlei spielen wir mit dem LKW-Monster wilde Sandspiele und auf dem Weg zur Dune 45 gruben wir den LKW mächtig ein.

Also, Luftdruck gesenkt und weiter geht es. (Aber täuscht Euch nicht, man muß verdammt lange warten bis sich das Luftvolumen durch das kleine Ventil gequetscht hat!)

Namibia  Namibia

Über die Piste c27 fahren wir nach Schloss Duwisib. Hier hatte ein reicher, deutscher Baron Anfang des 20ten Jahrhunderts versucht eine edle Pferdezucht aufzubauen. Leicht von Größenwahn getrieben und aufgrund des Wassermangels setzte er sein komplettes Vermögen in den Sand und mußte Jahre später aufgeben. Heute ist das niedliche Schloss ein Museum und einen Ausflug wert. Am meisten beeindruckten mich die handgemalten Zeppeline an der Decke des Hauses.

An der Westküste erreichen wir Lüderitz, ein Stadt aus der Kolonial- und Diamantenzeit.  An dieser Küste spielten sich um 1900 Tragödien ab. Auf dem Platz des heutigen Campingplatzes wurden Menschen der unwirklichen Küste ausgesetzt eingezäunt und dem Verhungern überlassen. Namibia

Heute ist diesem Städtchen von alle dem nichts anzusehen, der Wind pfeift zwar noch wie damals, aber es ist ruhig und ein Ausflugsort. Man kann von hier gebuchte Touren in alte Diamantenorte buchen (nur mit Führer!) oder erkundet die unwirkliche Küste. Vor Lüderitz befindet sich eine kilometerlange Steppe, die man entlang der alten Eisenbahnlinie passieren muß.

Hier nutzen wir die Gelegenheit um den Simmerring des Planetengetriebes am LKW-Rad zu wechseln. Das austretende Öl hatte bereits die Bremse erreicht. Es macht einfach Spaß in Afrika zu schrauben.

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Nach einigen Tagen erreichen wir den Fish-River-Canyon, ähnlich dem Grand Canyon in der USA imponiert der Canyon mit seiner Größe und Abgeschiedenheit, auch hier sind wir für uns alleine.Namibia

 

Wir fahren zu den seltenen Köcherbaumstellen und zum Giants Playground. Wie von einem Riesen aufgetürmte Spielsteine stehen die Felsen feinsäuberlich aufgestellt in der Wüste.

 

 

 

 

Der Campingplatzbesitzer hält wilde Raubtiere im Gehege und nachts prasselt das Lagerfeuer in der Campingplatzeigenen Feuerstelle. Eine traumhafte WüstenlandschaftNamibia

Der orange Fluss bildet die Grenze nach Südafrika und die Landschaft wandelt sich, Weinberge, Zitronenplantagen und riesige Getreidefelder treffen wir an.

In den größeren Städten finden wir große Einkaufszentren und Europa ist wieder ein Stück näher.Über den Capmanns Peak, eine der Traumstrassen dieser Welt, erreichen wir das Ziel unserer Reise.Namibia

Nachdem ich die Kawasaki von Walter und Marion repariert habe, fahre ich mehrfach den Chapmanns Peak entlang, immer bis zur hinteren Mautstelle, dann wird umgedreht und ich fahre die Strasse nochmal entlang.

Ein Eindruck den ich nie vergessen werde.!   

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Das Kap der guten Hoffnung wurde an diesem Tag von vielen Touristen besucht. Die Wellen klaschten gegen den Felsen und Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite. Namibia

     

 

 

Nach 2 Wochen Austeigerleben muß ich nun die Weltreisenden mit ihren Hunden und LKW wieder alleine lassen, um von Kapstadt aus nonstop nach Frankfurt zu fliegen.

Auf dem Rückweg fliege ich stundenlang über die Sahara.Während ich noch von der vergangene tolle Reise träume , fallen mir begeistert die Ausmaßen der Sahara auf.  

Ich glaube da muß ich doch auch einmal hin :-)

 

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