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Sonnenschein begleitet uns auf der A44. Kassel lassen wir liegen und fahren weiter Richtung Osten. Es ist angenehm warm im Thermokombi und die heizbare Kleidung bleibt in den Packtaschen. Nach 580KM haben wir unser Ziel erreicht: Schloß Augustusburg bei Chemnitz. Vom 11-13.1.08 findet hier das älteste Motorradtreffen des EX-DDR statt. Unterwegs begegnen uns die ersten MZs und der Zweitaktgeruch liegt in der Luft. Wir haben im Vorfeld eines der begehrten Zimmer in der Jugendherge gebucht. 100 Euro incl. der Treffen-Karte, einer kompletten Vollverpflegung und das berühmte Samstagabend-Buffett im Schlosskeller beinhaltet der Preis. Die ersten Camper sind eingetroffen und rund um die Burg entsteht eine Zeltstadt mit vielen Kuriositäten. Wie auch auf den Wintertreffen im Westen gilt, Auffallen ist hip. Da werden Sessel aus den 50er Jahren angeschleppt, Badewannen über dem Feuer aufgeheizt und die Fahrzeuge der ungewöhnlichsten Art aufgebaut. MZ Lastenfahrzeuge mit Feuerwehraufbau, BK350 Enduromaschinen, herausgeputzte Oldtimer und die neusten Hayabusas stehen auf dem Burghof. Langsam aber sicher erreicht die Teilnehmerzahl die 2000er Grenze. Am Samstag gesellen sich ca. 8000 Tagesbesucher und der Burg ist voll. Ein buntes Rahmenprogramm unterhält die Leute und der Teilemarkt im alten Steinbruch versorgt die Jäger und Sammler mit allerlei Ersatzteilen, aus überwiegend ostdeutscher Produktion.  Das Wetter zeigt sich immer noch sonnig und die Winterfahrer müssen vom weiter vom Schnee träumen. Das kleine Städtchen Augustusburg hat sich bestens auf die Menschenflut eingestellt und überall werden die Motorradfahrer gut versorgt. Über Lautsprecher ertönt die ganze Zeit Musik oder der Burg-Sprecher verkündet die neusten Botschaften, die weiteste Anreise, den ältesten Teilnehmer, das Angebot der vertretenen Motorradindustrie. Fast erlösend ist die Ruhe am Abend. Aber ganz ruhig ist es nicht, am Lagerfeuer werden noch viele Benzingespräche geführt, im Burgkeller stellt man sich ans Buffett und geniest anschließend in der urigen Umgebung den Abend, während draussen im Festzelt die Lautsprecher schreien. So ist für jeden Geschmack etwas dabei und eine zufriedene Stimmung macht sich breit. Sonntags ist der Abreisetag und die Gespanne, Lastenbeiwagen, und Solomaschinen werden gepackt.
Ein paar Abschiedsfoto werden geschossen und die Email-Adressen werden ausgetauscht. Die Sonne strahlt immer noch, genauso wie die Teilnehmer des diesjährigen Treffens auf Schloss Augustusburg. 
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